Regattabericht Klagenfurt

/ Mai 5, 2024

Die Klagenfurter Regatta ist immer sehr nett. Immer?  Wirklich immer?  Nein. Denn leider konnte sich der WRC Pirat dieses Jahr nicht als erfolgreichster Verein der Internationalen Kärntner Ruderregatta am Wörthersee positionieren- uns bleibt der zweite Platz! Dennoch zeigten sich auch an diesem Wochenende die ersten Früchte der konsequenten Winterarbeit unserer Athlet*innen, die inspiriert von Joe Koch-Daubrawas Coastal-Hochform einige beherzte Rennen produzieren konnten. Nur weiter so!!!

Hier die Rennen im Einzelnen:

JunBM-Einer

In seinem stark besetzten Vorlauf am Samstag-Vormittag konnte sich Philipp bei nahezu perfekten Ruderbedingungen leider nicht durchsetzen und fuhr nach einem mutigen Rennen den 5. Platz ein. Im anderen Vorlauf des mit neun Booten besetzten Feldes kam Lennard G. knapp hinter dem Athleten von Nautilus als 4. ins Ziel- better luck next time! Aufgrund des aufkommenden Sahara-Föhns am Nachmittag wurden die Finalläufe abgesagt, Philipp und Lennard konnten ihr Talent am Neuner-Loch der lokalen Golfstrecke beweisen. Am Sonntag konnte sich Lenard G. vor seinem Mitruderer Philipp im B-Finale durchsetzen- Shampoo!

JunBW-Doppelvierer

Im Vorlauf am Samstag konnte sich unser Juniorinnen-B-Doppelvierer um Caro, Rhabarbara, Sophie und Emilia in einem starken Rennen vor den Konkurrentinnen des WRK Donau behaupten, im Ziel lagen sie rund 20 Sekunden vorne- Mahlzeit! Auch im gleichbesetzen Finale am Sonntag konnten sie das gleiche Ergebnis ins Ziel rudern. Wie man sieht, zahlt sich die unnachgiebige Trainingsmoral und Seriosität in allen Trainingseinheiten aus 😉! Grandios!

SchBM-Einer

In seinem Vorlauf des Schüler-B-Einer erkämpfte sich Max M. nach einem verbissenen Rennen den wohlverdienten zweiten Platz hinter dem Athleten des RV Albatros. Am Sonntag konnte Max diese Position in dem über 500m ausgetragenen Sprintbewerb behaupten und brachte die Silbermedaille mit nach Hause- Prost!

SchW-Einer

Im Schülerinnen Einer gingen mit Paula Guggenberger und Caro Winter gleich zwei Boote für den Pirat an den Start. Sie gingen auch nicht nur an den Start sondern qualifizierten sich auch beide für das A-Finale. Besonders hervorzuheben sind dabei Paulas famose Sprintfähigkeiten die ihr im Photofinish ebenjenen, schon für unmöglich gehaltenen, A-Finalplatz sicherten. Mit einem viertem (Caro) und sechsten (Paula) Gesamtrang ist die Basis für die kommenden Aufgaben gelegt. Hut ab!

JMA-Vierer

In dem gleichzeitig mit den U23-Vierern des ÖRV ausgetragenen Bewerb gingen am Samstag Timon in Renngemeinschaft mit Max K. (LIA), Marlon K. (WLI) und Jonas C. (WLI) im brandneuen Filippi-Backwing-Vierer des WRC Pirat an den Start. Im glänzend weißen Lack des jungfräulichen Bootes spiegelten sich die verhaltenen Strahlen der morgendlichen Kärntner Sonne. Ebenfalls im JMA-Vierer traten Maul Poberbauer und Wolf Stockmann in Renngemeinschaft mit Alex Rittenbacher (DOW) und Leon Jarczynski (LIA) an. Die neu zusammengesetzte Kombination mit LIA/WLI konnte sich nach einem beherzten Rennen bis auf wenige Sekunden an die U23-Athleten herankämpfen. Die jüngeren Athleten des anderen Pirat-Vierers lagen nur etwa zehn Sekunden dahinter. In den Rennen am Sonntag, in denen Adam Cech statt Max K. im Boot saß und die Backbord-Seite somit über noch potentere Muskelmasse verfügte, gelangen erneut schnelle Rennen in Konkurrenz mit den U23-Booten. Auch der jünger besetzte Pirat-Vierer demonstrierte Bissigkeit. Wir wünschen beiden Booten viel Erfolg im internationalen Feld in München! Wohlsein!

JWA-Vierer

Clara Berner startete in Renngemeinschaft mit drei LIA-Athletinnen im Juniorinnen-A-Vierer. In dem ebenfalls mit U23-Athletinnen gemischten Bewerb erruderten sie nach hartem Kampf im Vorlauf den dritten Platz mit etwa zehn Sekunden Rückstand auf den LIA-Konkurrenz-Vierer. Sie erreichten die gleiche Platzierung am Sonntag im Finale. Abfahrt!

JunBW-Doppelzweier

Barbara und Tina erruderten in einem furchtlosen Rennen den 3. Platz im Vorlauf hinter den Athletinnen von Nautilus und RV Pöchlarn. Der Zweier von Sophie und Emilie erreichten trotz des ausgezeichneten Boots-Materials knapp nur den 4. Platz in ihrem Vorlauf. So ein Backwing muss von vorne  gerudert werden!! In den Finalläufen am Sonntag konnten sich Sophie und Emilie ihr Top-Boot zunutze machen und gewannen das B-Finale, Barbara und Tina konnten mit dem Pace ihres A-Finals noch nicht ganz mithalten und brachten den sechsten Platz nach Hause.

JunBM-Doppelzweier

Im Sinne eines klassischen Double-ups ließen sich Philipp und Lennard auch einen Start im 2x nicht nehmen. Sie steigerten sich vom Vorlauf zum Finale mit immer exquisiteren Schlägen, mussten sich aber Ende der Konkurrenz geschlagen geben. Das Potenzial ist aber da und deswegen warten wir schon gespannt auf die nächsten Regatten.

SchM-Doppelzweier

Im Schüler-Doppelzweier starteten unsere Athleten Jonas M. und Max P. im ersten Vorlauf, den sie trotz mutiger Angriffe in der Streckenmitten nicht für sich entscheiden konnten. Ferdi und Max M. ruderten im anderen Vorlauf auf Platz 2. Jonas M. und Max P. konnten am Sonntag den Pokal in der Inklusionswertung sichern, während der andere Pirat-Doppelzweier auf den fünften Platz im A-Finale ruderte.

SchM-Doppelvierer

Maximilian Peutz, Ferdinand Jacob, Leopold Jacob und Julian Mahr zeigten sich als jüngstes Boot im Felde des SchM4x unerschrocken und lieferten beherzte Rennen ab. Im Finale drehten sie im Schlussprint nochmal richtig auf und griffen die Stockerlplätze an, jedoch kam die Ziellinie für die Vier etwas zu früh und sie mussten sich im Photofinish dem Boot der LIA geschlagen geben und sich mit dem vierten Platz begnügen. Trotzdem eine sehr respektable Leistung.

LGW-M-Einer

Im leichten Männer-Einer erruderte Fridolin Hömstein nach einem verschlafenen Start den 2. Platz im Vorlauf- Da ist ihm wohl die Pizza des Vorabends noch im Bauch gelegen! Am Sonntag im Finallauf wachte unser dynamischer Leichtgewichtsathlet dann auf und holte sich in einem Feld, das seiner Klasse nicht gewachsen war, die Goldene! Respekt.

Leo Reischl

Unser begeisterter Vollblut-Austrianer Leo R. zeigte sich am Wochenende ganz im Geist von Joe Handl- sowohl im U23-Vierer als auch -Achter konnte er sich von seiner besten Seite zeigen. In beiden Bewerben konnte er sich durchsetzen und zwei Goldmedaillen mit nach Hause bringen. Let’s go!

JunBM-Achter

Was ein Rennen! Mit ungefähr 3,7 Gramm Koffein in den Adern führten unsere Helden „Pause“ Paul Oberbauer und Wolf Stockmann (oder so ähnlich) einen unter der Führung von Coastal-Coach Luggi Sigl zusammengewürfelten Restquoten-Achter an. Unter dem beherzten Schlag unseres großköpfigen Top-Athleten gelang es der Kombination aus PIR, STA und LIA sich bis auf wenige Hundertstel an den Favoriten-Achter des WRK Donau heranzuschieben. Trotz benachteiligten Start-Bedingungen trauten sich die Jungs, die zuvor noch nie gemeinsam trainiert hatten, mehrere mutige Angriffe entlang der Strecke anzusetzen und den Donau-Achter unter Andi B. in Bedrängnis zu bringen. Obacht beim nächsten Rennen! (P.S. außerordentlicher Dank gebührt Stf. Nina Glatzl für ihren Einsatz!)

JunBW-Achter

Und natürlich gingen nicht nur Max und Paul im JunB-8er an den Start sondern auch unsere Juniorinnen stellten sich der Herausforderung im JunWB-8er. Die Girlies gaben nicht nur rudermäßig ihr Bestes, sondern versuchten ihre Gegnerinnen auch mit einer Geheimsprache (Denglisch/Eutsch) zu verwirren. Ganz ausgereift war diese Taktik noch nicht, da sie sich hinter Donau und Team Kärnten an dritter Stelle einreihen mussten, jedoch wird fleißig und motiviert an taktischen, technischen und physischen Verbesserungen gearbeitet sodass wir dem nächsten Start schon freudig entgegenblicken.

Trotz eines eher schwachen Meldeergebnis bei der 88. Klagenfurter Regatta bedanken wir uns herzlich für die effiziente Organisation mit Herz die trotz dem Windeinfall am Samstag und daraus folgenden Rennverschiebungen großartiges geleistet hat! Gerne wieder!