Stromstaffel 2016

20. Oktober 2016 | Peter Pointner, Daniel Drobil

 

11 Staffeln, waren gemeldet für die Stromstaffel des Jahres 2016 – absoluter Rekord!

WSW und Stein stellten erstmals eigenständige Mannschaften – die Normannen meldeten doppelt. Die Erwähnten, sowie 2x Alemannia, 2x Donauhort, 2x Pirat, 1x Austria und noch einmal Normannen komplettierten das ansehnliche Feld.



Dass dann doch nur neun Staffeln am Start waren, lag an den fast mehr als nur fordernden Bedingungen. Mitunter meterhohe Wellen, provoziert von starkem Südwind, ließen die Alemannen - wer soll es ihnen verdenken - sicherheitshalber über den Landweg zum gemütlichen Beisammensein anreisen. Eine Entscheidung, die sicher auch andere gerne getroffen hätten, die dann doch im 3x über 4,1km, im 4x über 6,3km, und im 5x über 4,3km ruderten.

Nicht nur die Ausformung der Wasseroberfläche war am Rande der Verträglichkeit, auch der heimtückischste Wasserstand, den man sich auf diesem Donauabschnitt nur nicht wünschen kann, machte die Strecke äußerst selektiv.

Schnell rudern bedeutet bei der Stromstaffel noch lange nicht, dass man dann auch eine Medaille umgehängt bekommt!





Den stärksten Start legten die Normannen hin, bei denen Renate Podesser, Ingomar Kern und Günter List für die schnellste Zeit aller Dreier sorgten. Die Dreier hatten es v.a. schon bei der Anreise sehr unangenehm, in Wien standen die Wellen am höchsten.


Der NOR-Vierer hätte den Medaillenplatz wohl sichergestellt, wäre ihm nicht eine Buhne unter das Boot gesprungen, die eine mehrminütige Verweildauer der Mannschaft auf dieser zur Folge hatte.

Das Malheur nutzten neben Pirat 1 und 2 auch Stein, um an den Normannen vorbei zu rudern. Der WSW gesellte sich auch kurz zu den Normannen, Obmann Clemens B. ist jedoch des Laufens auf dem Wasser mächtig, hüpfte kurz aus dem Boot, zog es über die Steine, und sprang mit der Eleganz eines Bobfahrers wieder in seinen 4x.

Hervorzuheben die drittschnellste Zeit der Austrianer in dieser Abteilung, die jedes Jahr stärker werden.

Die schnellsten 4x Teilzeiten erruderten die beiden Piratboote.

Pirat 1 hatte sich mittlerweile deutlich in Führung gesetzt, der 5x mit Unterstützung der Olympionikin Maria Dorn verteidigte den Vorsprung nicht nur, sondern baute diesen mit der schnellsten 5x Zeit nochmals aus (Manfred Gschwindl, Maria Dorn, Adriana Randall, Hannes Hörmansdorfer, Franz Fassl).

Schlussendlich kamen 1. alle Teams unbeschadet in Greifenstein an, siegte 2. Pirat 1 vor den WSW’lern (mit Pöchlarn und STAW), war 3. der Kampf um Bronze ein mehr als knapper, in dem sich die Steiner um 2 Sekunden vor Pirat 2 durchsetzten, und hörte 4. der Wind bei der Siegerehrung dann eh auf.



1. Pirat 1 (in RG mit POC)| 1:10:41

2. WSW (in RG mit POC, STW) | 1:17:52

3. Stein (in RG mit AUS, PIR) | 1:18:46

4. Pirat 2 | 1:18:48

5. Normannen 1 |1:19:50

6. Donauhort 1 | 1:21:28

7. Austria | 1:23:19

8. Donauhort 2 | 1:23:53

9. Normannen 2 | 1:26:33

10. Alemannia 2 | dns

11. Alemannia 1 | dns

108 Teilnehmer, darunter 44 Frauen, haben diese schwierige Strecke bravourös bewältigt. 22 Piratmitglieder waren in verschiedenen Renngemeinschaften verteilt. Die Siegermannschaft mit 6 Piraten (Demmer Florian, Drobil Daniel, Hirtzberger Julius, Gschwindl Manfred, Hörmannsdorfer Hannes und Fassl Franz) und 3 Piratinnen (Auersperg Katharina, Zurr Nathalie und Randall Adriana) und den beiden Halbpiraten Czizcek Martin (LIA) und Pilz Johannes (DOB) sowie Dorn Maria (Paralympics-Teilnehmerin in Rio) aus Pöchlarn stellten mit 1:10:41 einen neuen Streckenrekord auf und unterboten die Bestzeit aus dem Jahre 2010 um gerade eine Sekunde.

Ein wesentlicher Bestandteil, wenn nicht der wichtigste ist die Zeitnehmung, die heuer trotz des großen Starterfeldes sehr gut funktionierte. Liesl Smetana, die Jury-Präsidentin, hatte ein wachsames Auge darauf und kontrollierte gemeinsam mit dem Präsidenten des Niederösterreichischen Ruderverbandes Klaus Köninger die Resultate.

Er nahm auch anschließend mit dem Vizepräsidenten des WRC Pirat Werner Drobil die Siegerehrung vor.



Ein großes Kompliment an den Veranstalter (Daniel und Werner Drobil), die der 12. Stromstaffel einen würdigen Rahmen verliehen. Die Koch- und Verpflegungsbrigade darf hier nicht vergessen werden. An die 160 Personen mussten kulinarisch versorgt werden. Der Dank geht auch an unseren Sponsor der Bäckerei STRÖCK!


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