Sternfahrt #1: Pöchlarn – Schwach anfangen und stark nachlassen

Lukas Rysavy | 07.Mai 2014

Text: Martin Latzenhofer | Fotos: Thomas Burtscher, Kurt Krenhuber

Die Sternfahrtsaison hat wieder begonnen und der erste Termin mit Ziel Pöchlarn musste sich gleich gegen mehrere Konkurrenzveranstaltungen behaupten: eine „völlig unbedeutende“ Ruderregatta am Wolfgangsee, Kleinboottest in Ottensheim, Kirtag in Pöchlarn. Da war es natürlich für den Pirat schwer, mehr als die teilnehmenden 14 RuderInnen aufzubieten. Aber es fanden sich doch noch ein paar Verrückte.

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Thomas „The Butcher“ Burtscher peitschte seine Mannschaft Katharina Auersperg, Rudolf Müller der Erste und Martin Latzenhofer vom Kleinboottest in Ottensheim (warum trainiert dort um sechs Uhr in der Früh niemand?) über die drei Staustufen Abwinden-Asten, Wallsee und Ybbs-Persenbeug und – Kenner ahnen es – die dazugehörigen Staubereiche 101 Kilometer stromabwärts nach Pöchlarn. Thomas ließ es sich nicht nehmen die Nebenflüsse etwas genauer unter die Lupe zu nehmen: jeweils ein bis drei Kilometer der Traun, Enns, Ybbs und Erlauf wurden berudert. Unverständlich streng und geradezu unerbittlich war die strenge Pöchlarn-Regie, welche die erruderten Kilometer von Ybbs und Erlauf nicht anerkannten. So musste sich das WeitfahrerInnenboot der Leistung der Gastgeber PÖC und Walter Jelinek (DHO) geschlagen geben, die mit drei Punkten Vorsprung ex aequo die weiteste Fahrt einheimsten. Wir gratulieren anerkennend und herzlich!

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Erwähnenswert ist auch Kurt Krenhuber, der mit einer „Masochistentour“ im Einer ebenfalls aus Ottensheim zeitgerecht vor Annahmeschluss um 18 Uhr am Pöchlarner Steg eintraf. Sehenswert waren danach seine Arbeitsgeräte – vielleicht das nächste Mal doch keine Rillenplastikgriffe wählen, Kurt? Aber auch unser Ariviertenboot um Herbert Garn, Josef Aringer, Gerald Sterlich mit der Bereicherung von Petra Bernhard konnte die gewohnte Leistung abrufen und steuerte wertvolle Punkte bei. Ein neues Doppelzweierteam gab sich ebenso die Ehre: Elke Kötting und Christoph Muser schipperten im Staubereich Melk und sammelten fleißig Punkte.

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Tagessieger Donauhort überraschte völlig mit einer unerwarteten Mauer-Mauer-Strategie und erruderte mit 27 TeilnehmerInnen 3150 Punkte, knapp gefolgt vom Vorjahressieger und Gastgeber Pöchlarn mit den meisten – 32 – TeilnehmerInnen und 2765 Punkten. Die bei den „westlichen“ Sternfahrten traditionell starken Linzer Wikinger belegten den dritten Platz – 12 TeilnehmerInnen erruderten 2436 Punkte, was alles andere als schelcht ist. Wir „loosten“ somit etwas ab und unsere wackeren 14 Piraten erruderten 1635 Punkte. Für die zweite Station – übrigens die vorgezogene Heimsternfahrt des Pirat Ende Mai – muss mehr gehen!


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