Joe Pilz und Robert Hufnagel beim Head of the River in London

Head of the River 2012Die Sieger des Blauen Bandes aus 2011 startet mit Ihren Villacher Freunden beim diesjährigen Head of the River Race in London.

Mit seinen mehr als 400 teilnehmenden Achtern und mehr als 3.500 Ruderern ist das Head of the River eines der größten und traditionsreichsten Regatten der Welt. Das Rennen wird jedes Jahr auf einer Strecke von 4,25 Meilen (6,8km) zwischen Chiswick Bridge und Putney Bridge ausgetragen.

Da der Start bei auslaufendem Wasser stattfindet, ist ein(e) erfahrene(r) Steuermann(frau) bei diesem Rennen Gold wert. Diese(r) kennt die schnellen Stellen der Themse und jene die es zu vermeiden gilt und hat somit einen mehr als wesentlichen Anteil an Erfolg oder Niederlage seiner Mannschaft. Mit Emma Beardmore konnten wir eine mehrfach siegreiche Steuerfrau für uns gewinnen.

Die Mannschaft setzte sich aus ursprünglich 5 Villachern um Ex-Weltmeister Martin Kobau, Nick Hubbard aus London, sowie Joe und Robert vom Pirat zusammen. Am Mittwoch, drei Tage vor dem Rennen, erkrankt einer der Villacher. 12 Stunden vor dem Start verletzt sich ein weiterer im Training. Keine glücklichen Umstände und nicht leicht adequaten Ersatz zu finden. Telefonate, dutzende SMS, Verhandlungen mit dem Management (Ehefrauen), am Ende geht am Samstag ein kompleter Achter bei Hammersmith Bridge aufs Wasser.

London präsentiert sich an diesem Tag von seiner schönen Seite, Regen und Wind begleiten das Aufwärmen. Bei der Aufstellung zum Start wird uns ein Platz unter Chiswick Bridge zugewiesen. Der Start erfolgt in 10 Sekunden Abständen. Es gelingt unsere Verfolger auf Distanz zu halten. Nach nur 1km zerbröselt das Stemmbrett unter den Füßen Jeremys, unseres stärksten Ruderers im Boot! Zum vor uns liegenden Boot, können wir dennoch aufschließen und es filmreif inszeniert, vor unserem Gastclub in Hammersmith überholen. Nach 19min. 57sec. sind wir im Ziel und belegen Platz 201 aus 404 Startern.  Für eine "first time crew" ganz passabel.

Neben dem Ergebnis zählen bei diesem Rennen auch die Eindrücke, wie im selben Rennen mit den namhaftesten Achtermannschaften darunter Oxford und Cambridge zu sein...

Robert startete am Sonntag bei Sonnenschein noch in einer sehr starken englischen Crew und konnte dabei mit seiner Mannschaft den Sieg in der Klasse Veterans B und mit 19min.02sec. Rang 5 in der Gesamtwertung erreichen. Dies war vermutlich der erste Klassensieg eines Piraten beim Head of the River, oder?

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