Steg 2.0 ist online

markus | 19.02.2012

Gerade rechtzeitig, bevor die Donau mit ihrem Hochwasser erbarmungslos zurückschlägt, haben wir einige chirugische Maßnahmen in Langenzersdorf durchgeführt. Der Steg hat sich von seinen Strapazen gut erholt und rollt wieder mühelos und natürlich faltenfrei (mit etwas Botox unter den Wangen). Die Boote verziehen sich nicht mehr, haben keine gebrochenen Arme mehr und das Tor wird nun wieder halten, was es auch ursprünglich versprochen hatte.

Es gibt übrigens auch Fotos.

Hier eine kurze Zusammenfassung und Statusbericht der endgültigen Stegsanierung:

Die vielen Rollen des Hauptdarstellers

Die neuen Rollen sind aus Stahl und müssen sich in Zukunft schon recht anstrengen, um wieder aus den Schienen zu hüpfen. Der Steg freut sich offensichtlich über seine neuen Rollen, denn er grinst nun über die gesamte Breite. Um den Steg jedoch wieder in die freie Wildbahn hinaus zu lassen, mussten wir uns zunächst dem Seil widmen.

Rollen neu

Das neue Seil und die Wiederentdeckung der Umlenk-Rollen

Wer in den letzten Jahren versucht hat, den Steg dazu zu bewegen, sich zu bewegen, wird festgestellt haben, dass ein nicht unerheblicher Überredungsaufwand notwendig war. Das bestehende Seil war zig-mal geflickt, und das "könnt's ihr einmal am Steg hüpfen, damit er runtergeht" ist vermutlich jedem LE-Piraten noch im Ohr. Nachdem wir die ungefähr 8 Kilometer Seil von der Seilwinde heruntergeschnitten hatten...

Seil runterschneiden

... wurden die Umlenk-Rollen, die sich offensichtlich in den letzten Jahren damit begnügt hatten, neben dem Seil zu liegen und vor sich hinzurosten, wieder freigelegt und mit ein bisserl liebevoller Pflege dazu gebracht, ihre führende Rolle für das Seil wieder wahrzunehmen.

Umlenkrolle

Mit dem neuen Seil (es sind übrigens 30 Meter pro Seite) geht's nun wieder rasch bergauf!

Intimzone

Übrigens: Es gibt nun auf dem Seil eine rote Markierung. Wir sollten in Zukunft die Privatsphäre der Seilwinde achten: Die rote Markierung sollte nicht weiter als bis zur Seilwinde gezogen werden.

Der Grund dafür ist, dass bei den Umlenkrollen im Außenbereich das Seil herausspringt, wenn das Seil weiter raufgezogen wird. Das kann sowohl die Rollen ruinieren, aber auch das Raufkurbeln wieder schwieriger machen, wenn das Seil wieder herausspringt.

Freisetzung und (k)eine Spur 

Mit neuen Rollen und neuem Seil ging es dann daran den Steg wieder in seine gewohnte Umgebung zurückzuführen. Nach dem erfolgreichen Einsetzen wurde noch die Spur der Rollen nachjustiert, damit genau das nicht passiert:

Spur

Da die Schienen voneinander mal mehr mal weniger Abstand haben, war die Justierung nicht ganz einfach, aber schlussendlich wurde der beste Weg gefunden und daraufhin die Rollen-Aufhängungen nicht nur festgeschraubt, sondern auch festgeschweißt. 

Glücklicherweise haben sich der Steg und sein neues Seil auf Anhieb gut verstanden (im Gegensatz zur weniger innigen aber dafür kurzfristigen Bekanntschaft von Kurt und seinem neuen Freund, dem Radfahrer) und bilden nun wieder ein gemeinsames Ganzes, das man leicht aufziehen kann (leicht Aufziehen kann man auch Kurts neuen Freund, aber das ist eine andere Geschichte).

Verzogene Boote, gebochene Arme und ein Anschlag

Die beiden Schlosser haben uns dann auch noch dabei geholfen, die Auflagen der Boote in der Bootshalle wieder gerade zu richten, so dass die Boote zukünftig nicht mehr mit Rückenschmerzen aufwachen.

Außerdem haben sie bei 7 (in Worten SIEBEN) kaputten Alu-Auslegern der Pöchlarn die ausgebrochenen Alu-Verbindungsrohre ausgetauscht und zusammengeschweißt, d.h. wir können die Pöchlarn jetzt endlich wieder mit voller Kraft rudern ;-)

Und: Das Eingangstor hat nun wieder eine frisch renovierte Anschlagstelle: (vorher/nachher-Bild)

Anschlag

Danke! 

Es war ein wunderbarer, produktiver Würschtelgrill- und Arbeitstag bei bestem Wetter.

Danke nochmals an die vielen Helfer (in unsortierter Reihenfolge):
Kurt, Felix, Martin, Chistoph, Daniel, Werner, Vincent, Angela, Sonja, Rossi, Joe und Julian.

Und nicht zu vergessen: Fa. Kinastberger aus St. Christophen, die uns bezüglich Materialwahl gut beraten, ein faires Angebot gemacht und wirklich sehr umsichtige, fähige und mitdenkende Männer vorbeigeschickt haben. Danke!


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