Nachtrag: Jetzt dürf ma wieder offiziell… 

(Anrudern 2011)

Herr Atzgersdorfer | 9. April 2011

 

Deswegen war auch heuer wieder ein gemeinsames Anrudern mit anschließender Gewöhnung ans (Ruder-)Gerät und kulinarischem Tagesausklang angesagt. Das Programm war dicht bestückt und ebenso straff organisiert:

9:00 Arbeitstag - 14:00 Anrudern - 17:00 Nahrungszufuhr - 17:15 Singen der Bundeshymne - 17:20 Kunsttanzvorstellung des Oberbootsmannes - 20:00 Vorlesen einer Grußbotschaft von Landeshauptmann Pröll - 21:00 Echos vom Balkon schreien, bis jemand zurückschreit - ab ~21:30 Bäume umarmen mit Open End bis 22:15.

Angelockt also von dem unbestrittenen Höhepunkt des heurigen Anruderns am Strom, der Kunsttanzvorstellung des Oberbootsmannes, trafen sich unsere wackeren Piraten und -Innen, um Thomas Burtschers liebstes Steckenpferd, das Strombootshaus, vorher gründlich einer Revision zu unterziehen. Thomas hat liebevoll größere und kleinere Nachdenkhilfen in Form von To-Do-Plakaten erschaffen, sodass uns allen nicht fad wurde.

Ein paar - aber bei weitem nicht alle - Highlights: Die Einfahrt wurde im Sinne Freddie Frintons wieder mal vom abgelagerten Hochwasserschlamm befreit - the same procedure as every year, Miss Sophie! Unser Technikteam um Ado (mit Vertretern der Versuchsanstalt und Personen mit technischer Matura oder technikaffinen Berufen - zur Sicherheit war eine Medizinerin anwesend) justierte den Steg in der Führungsschiene neu, schmierte die Kurbel und machte sie für den Einpiratkurbelbetrieb fit. Die Duschen (Männlein wie Weiblein), Umkleideräume (Buben und Mädln), Toiletten (Pipimax und Pipimaus) und Küche (unisex) wurden wieder einem größeren Personenkreis zugänglich gemacht (jenen, die den Grind und Dreck nicht aushalten konnten, trauten sich nach getaner Arbeit wieder rein) und ein Team und Claudia gestalteten die Bauernstube, die an sich als solche in keinem Bootshaus fehlen darf, zu einem zweckdienlichen Abstell- und Vorratsraum um. Umstehende Sperrgutabfälle (wo kommen die eigentlich her?) wurden zum Abtransport bereitgestellt. Auch den Booten wurde Gutes getan: Sie wurden gestreichelt, ihnen gut zugeredet und teilweise wieder fit gemacht. Das Zeugwartteam verbiss sich den kompletten Tag ohne Rudern bis in die Nacht hinein zu zwei Dritteln in die Aufgabe, 8 (in Worten: acht - wirklich!) Böcke herzustellen. Die alten vier würden diese Saison definitiv nicht mehr überleben.

Überglücklich über das Geschaffte kam es dann zum Ausritt mit des Ruderers liebstem Spielzeug. Allerdings verunmöglichte uns Gott Blasius den Anblick der Burg Greifenstein. Somit blieb Zeit für ausgedehnte Studien über das Thema „How to go over the 40er-Buhne without break together?“. Es wurden nachher Wurscht und Käs kredenzt und edle Hauerweine aus dem Hause Lackner gereicht. Damit war die ideale Atmosphäre geschaffen für das Antackern der Rudermedaillen des ÖRV und der Kilometerpreise des Clubs der abgelaufenen Saison und dem Abbusseln der Jubilarinnen. Jubilare wurden nicht geküsst.

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